Zauber zwischen Orient und sinfonischer Blasmusik – „Aladdin und die Wunderlampe“ in Altenmittlau

Ein Hauch von „1001 Nacht“ erfüllte am letzten Oktoberwochenende die Freigerichthalle in Altenmittlau: Der Musikverein Viktoria Altenmittlau lud zu seinem musikalischen Märchen „Aladdin und die Wunderlampe“ ein und beide Vorstellungen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Das Projekt, das alle zwei Jahre Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus verschiedenen Orchestern des Vereins zusammenführt, verband in diesem Jahr orientalisches Flair, Schauspielkunst und sinfonische Blasmusik auf eindrucksvolle Weise. Unter der musikalischen Leitung von Michael Meininger wurde die bekannte Geschichte von Aladdin, Prinzessin Jasmin und der geheimnisvollen Wunderlampe zu einer klanglich wie erzählerisch stimmigen Gesamtkomposition.

Musikalisch spannte sich der Bogen von kraftvollen Tutti-Passagen über mitreißende Tanzszenen bis hin zu feinen, kammermusikalischen Momenten. Titel wie „Arabische Nächte“ oder „A Whole New World“ ließen eine Atmosphäre entstehen, in der das Publikum tief in die märchenhafte Welt eintauchen konnte. Das eigens für das Märchen zusammengestellte Projektorchester setzte sich aus der ehemaligen Bläserklasse, den „Vikids“ sowie dem Jugendblasorchester zusammen. Bereits im Sommer hatten sich alle Gruppen auf der traditionellen Jugendfreizeit auf Burg Breuberg getroffen, um die Stücke einzustudieren. Gemeinsame Aktivitäten, vom Filmschauen über „Aladdin“ bis hin zum Stockbrotbacken im Burggraben, stärkten dabei das Gemeinschaftsgefühl und ließen die drei Orchester schnell zu einer harmonischen Einheit zusammenwachsen.

Mit über 50 Kindern und Jugendlichen gestaltete das Projektorchester schließlich die musikalische Grundlage des Märchens. Die Regie lag erneut in den Händen von Ilona Reußwig, die mit viel Liebe zum Detail Bühnenbild, Kostüme und Text erarbeitete. So entstand bereits zum fünften Mal ein stimmiges Gesamterlebnis, bei dem die Musik nicht bloß begleitete, sondern als tragendes erzählerisches Element wirkte. Unterstützt wurde das Ensemble von den Sängerinnen Barbara Emmerlich und Jessica Dürrmann aus den Reihen des Vereins, die den bekannten Melodien zusätzliche Ausdruckskraft verliehen und zum Träumen wie Mitsingen einluden.

Mit lang anhaltendem Applaus dankte das Publikum allen Mitwirkenden für ein eindrucksvolles Erlebnis, das Musik und Schauspiel in besonderer Weise vereinte. Das musikalische Märchen hat sich inzwischen fest im Veranstaltungskalender des Musikvereins Viktoria Altenmittlau etabliert. Nach „Aladdin und die Wunderlampe“ als fünftem musikalischen Märchen dürfen sich Besucher bereits jetzt auf die nächste Ausgabe im Jahr 2027 freuen, wenn sich der Vorhang für ein neues Abenteuer hebt.

Bilder: A. Gesierich